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Suzi-Hans-Story |
Hi Jungs
Die meisten von euch , kennen die Story des Suzi-Hans, aber für diejenigen die im Winter 2008/2009 nicht dabei waren, hier in Kurzform die Entstehungsgeschichte. Richtig die Kurzform, den zur Zeit wo ich das schreib sind im Forum bereits 45 Seiten voll geschrieben.
Die gerne viel und sehr detailliert lesen.
http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=81956&goto=newpost
Aber eh, es fängt ja immer wieder gleich an, krank is Mann, sowie die Luder von Hersteller hören einfach nicht auf was neues Innovatives zu schaffen.
Aber mal ehrlich, wir sind doch dem nicht abgeneigt, oder?
Na gut, also angefangen hat es als dieser Jason Krause da einen neuen 91 Verbrenner für Align zeichnete.
Was den Hubi speziell abhob von seinen Mitbewerbern war den sein unglaubliches Preis Leistungs- Verhältnis.
Da dies ja bloß doch nur ein Hobby is und eigentlich nebenbei geschehen sollte, sprich nicht die Hauptlast im Finanzhaushalt darstellen soll, jo und ich ne Menge Freunde hab, war es mal sehr nahe liegend, daran zu denken den auf Big E zu konvertieren.
Die Erstfassung war den schnell mal auf Papier, preisgünstiges Drum, mit Paddelkopf und der original Push Pull Anlenkung. Als nette Neuerung, Akkuwechsel ohne Haube abnehmen und keine Aluplatten mehr für die Motoraufnahme fräsen. Wobei hierbei das seitliche Löcher bohren immer die größte Schwierigkeit war. Unser teuerster E9 Motorträger hatte 1 Kobalt Bohrer drin, und zwei Gewindebohrer, hi hi.
Gewichtsmäßig nicht der Knaller und etwas schwerer als der E9-V4 den wir alle flogen, aber nicht wirklich viel.
Ja also Ziel wär erreicht, rufen wir die Freunde an, das es nen billigen Nachfolger für den E9 gibt.
Ja aber bloß meine Freunde wünschten sich nicht wirklich einen E9-Nachfolger, sondern deren Lustkitzel lag eher in der 600er Klasse, nur für mich ne Alptraumklasse, weil nicht wirklich billiger vom Material her, aber die Sichtbarkeit wesentlich geringer, Flächenbelastung eher hoch, die Flugeigenschaften na ja....., man merkt nicht mein Lieb Kind.
Da ich meinen Freunden, aber gerne den Mund wässerig mache, sowie ich war eh nicht wirklich ausgelastet, nach einen Jahr Full Time Job, von 6,oo bis 22,oo Uhr an 6 Tagen die Woche, machte ich mich daran mich voll zu vertiefen, sprich reinknien bis man davon zu träumen beginnt. Ausklinken aus der wirklichen Welt, na ja is ja nicht wirklich eine Last.
Auch stach mich etwas der Hafer, sprich nicht voll ausgelastet wie eh schon gesagt, sowie der Hans und ich hatten da ja noch was offen, nen günstigen 4,5kg Schrauber.
So hab ich mir die Nächte dann um die Ohren geschlagen und der Nachfolger nahm Gestallt an.
Motorposition wurde abgesenkt, Ritzel verkehrt montiert, damit die Welle nicht so flext und zu lange Wellen abgeschliffen werden können.
Untergestell abgespeckt, wie bei E9.
Lästig hohes Heckabtriebszahnrad Spiel verringert.
Akkurutsche optimiert.
Neue Alu Heckschelle gefräst.
Push Pull Anlenkung rausgeflogen zugunsten direkt Taummelscheibe Ansteuerung mit Servo-Drehpunkt-Abstützung.
Das Ergebnis hätt einen wirklich zufrieden stellen können, ja wär ma den mit was Erreichten zufrieden.
Bloß so sind wir Menschen nicht, zumindest der Hans und ich nicht, wenn es um das Gewicht eines Hubschraubers geht. Also musste noch etwas Ballast raus, wer fliegt schon gerne mit einen 4,5kg Hubschrauber wenn, 4,3kg auch möglich sind.
Hierbei sei gesagt, das wir das mit einen doch eher schweren Kokam 4000 erreichen, der 1450g auf die Waage bringt.
Mittlerweile war Marcus auch schon voll drauf und unsere Freitag Nachmittage die wir seit Jahren gemeinsam verbringen, mit reden über Gott und die Welt, jetzt Kaffee trinken anstatt Alkohol, sowie mit Modell fliegen und bauen, aber plötzlich drehte sich der Freitag doch sehr um ein Thema, sowie es wurde immer sehr früh.
Also noch mal ran, mit vereinten Kräften, Marcus hatte ja schon mächtig Erfahrung sammeln können beim E9 wo er auch dabei war.
Es wurde,
Hauptrotorwelle gegen eine Leichtere getauscht.
Plastik-Alu Kufenlandegestell gegen voll CFK Landegestell getauscht.
E9 CFK Haube anstatt der Ali Haube.
Schraubenlängen optimiert, Reglerkabel gekürzt, Haubenbefestigung optimiert.
So ging es nun denn mal raus auf den Platz zu den ersten Testflügen.
Vor den schönen sonnigen Tag wo die Photos entstanden, geb ich aber zu, hat ich den Erstflug am Abend zuvor in der Dämmerung.
Ja also was soll man zu einen Hubi sagen,
der 4300g wiegt,
2050rpm am Kopf dreht,
Pitch bei 12° am Anschlag,
mit Roll in die Seitenlage und dann Nick drauf,
voll beschleunigt und keinen Muckser bei der Drehzahl macht ?
Die Geschwindigkeit war toll mit Nick zu regeln, ja es handelte sich um einen speed circle oder besser verständlich um einen Rasenden Kreis in Messerfluglage.
Irgend wie muss ich leicht euphorisch geklungen haben, weil der Hans bekam auf einmal die volle Sabber Krise, sowie wie er das nannte, das leichter Hubi haben will Fieber.
Vorher jedoch musste der mittlerweile zum HANS ernannte Hubi noch ne kleinere Drehzahlorgie über sich ergehen lassen, weil aufgeritzelt wurde, ja mit so eingestellten Hubi lässt es sich gut leben. Satte 2150rpm am Kopf und wetzt herum wie ein Wildschwein Frischling.
Timo nennt es , Flummi Fliegen.
HANS war nun bereit für den Hans, dessen Logs wurden sehnsüchtigst im Forum erwartet.
Ja unser aller zweite Heimat im Winter, wo es abgesehen von ein paar wenigen, bissl ned so Abnormalen, nur welche gibt die voll drauf sind, Amen, besser kann ma des ned sagen.
Ich schon voll ausgelutscht und der Schlaf hat mich schon ausgespuckt und gibt mir keine Heimat mehr, nein ich bin ned eingraucht oder auf Koks, hol mir dort a große Kraft bei Gleichgesinnten und vielen Freunden und wir haben gemeinsam a tolle Hetz, oder Spaß wie es die Nordmänner nennen.
Nein es soll kein Roman hier werden, soll sich schon um den Suzi-Hans drehen, aber ehrlich, was is a Hubi im Gegensatz zu Freunden? Vielleicht noch einer der alles für dich gibt und nix zurückhält?
Also weiter im Text. Wo war ma?
PAUSE.
Pause Ende.
Also Hans lieferte dann vom HANS die ersehnten Logs, wo dann aber sehr deutlich zu sehen war wie wenig Strom der HANS verbraucht, die oben genannten Drehzahlen wissen wir auch aus den Logs.
Ja ich hab es natürlich vorher gewusst, da ich ja immer die entnommene Menge zurückgeladen hatte, bloß hier war es denn doch bunt auf bunt zu sehen, was den ein halber Kilo weniger genüber unseren E9 ausmacht. Blätter hatten wir die gleichen drauf.
Es wär wahrscheinlich hier die Geschichte zu Ende, hätt mir nicht der Hans einmal ein altes CFK Schneidbrett aus Altbestand zukommen lassen, die fristete Staub beladen in meiner Werkstatt ihr Dasein.
Also so rein aus Spaß wegen, hab ich die mal runtergeholt und begutachtet. Mittlerweile wurde der HANS um 1cm tiefer gelegt, da von den Jungs eh keiner die Absicht hatte die eher doch am Dicksten Kokam 5000 zu fliegen. Auch gab es da und dort ne kleine Oberflächen Änderung. So ging ich daran und fräßte aus der 1,9mm Platte mal so den neuen HANS.
Er wurde gar nicht groß gewogen, da ja eher die Festigkeit von Interesse war. Die über den Daumen gepeilten -60g kamen aber rein.
Aber wozu? Der HANS war doch schon leistungsfähig genug. Nu dazu brauchts etwas Hintergrund Info. Ich schon länger, der Hans noch nicht so lange, pflege da einen etwas nicht so heftigen Flustil, der doch eher von schönen Kunstflugfiguren geprägt is als von heftiger Prügelei. So kam mir da so ein Gedanke auf, mit auf superleicht zu bauen und kleineren Motor und Akku zu verwenden.
Gesagt getan, bloß wo setzt man da an, wenn doch eh schon alles so leicht is?
Man hörte in der kommenden Zeit wenig von mir. Es wurde jede einzelne Schraube im Hubi umgedreht. Hans lag mir da in den Ohren mit einen Traumgewicht von 4000g mit den schweren Kokams.
Träum weiter dacht ich mir, dies is ne Latte die so was von tief liegt das 600er mit den 12S 4000ern dort liegen. das schafft man doch nur mit nen Hubi der gerade steif genug is in der Luft nicht zu zerbröseln, aber jede Landung ein Suizid Manöver bedeutet.
So bemühte ich mich, keinen Hubi zum einbomben bauen, wie den E9, sondern einen der ausreichend steif in der Luft is und ans Abstürzen hab ich mich bemüht nicht zu denken, landen ja soll er tadellos können und den Grundschwingungen standhalten, sowie ne härtere Autorot überstehen, mehr brauchts nicht.
Von hier ausgehend, gab es dann die neue Namensgebung und das Projekt lief spaßhalber unter Suizid-Hans weiter. Der spätere Name Suzi-Hans entstand daraus.
Gearbeitet wurde beharrlich an jeden einzelnen Teil, nur so zB wie das zu verstehen is. Die aus Alu gefräste Heckschelle mit nur 6g wurde ersetzt durch eine aus CFK die 4g wiegt. Oder die vorher schon hohle Rotorwelle mit Alu Einsatz , wurde durch eine ersetzt ohne Einsatz. Klar waren auch große Brocken dabei, wie der Motor, aber suma sumarum wurde es gemacht mit den Kleinigkeiten.
Hart traf es mich am Heckgetriebe, wo ich da mal die Linsenkopfschrauben rausdrehte und zu meinen Schrecken feststellte wie knapp das Jason berechnet hat, weshalb ich die M3x6 gegen M3x8, klar aber aus Titan, ersetzte, weil mir 3mm ins Alu verschraubt doch eher gering erschien, auch sitzen die Titan leicht fester, da die Schrauben durchwegs 0,1mm mehr Durchmesser haben als ihre Eisenbrüder.
Fertig gestellt und mit dem doch endlich eingetroffenen Outrage 3700mAh Akku, zeigten aber ab nun meine beiden Waagen um 90g unterschiedlich an, na ja alles hat seine Grenze, der einen war es zuwenig und die andere zeigte es gerade noch an, so glaubte ich doch eher der mechanischen Waage von der Mama, alt und launisch, eher mehr wie ich.
Wie beim Ersten Mal, schaffte ich es nach Aspern zum alten Flugfeld, wieder nur knapp vor der Dämmerung. Traditionsreiches Flugfeld, nein nicht das die von den Staatsverhandlungen nach dem Krieg kommend dort gelandet sind, sondern eher meine Abneigung gegen billiger billiger Fluglinien, begründent, weil mein Onkel zu seinen Lebzeiten als der Platz nur noch für Flugplatzrennen verwendet wurde, aber noch schön die Landebahnen sichtbar waren, ne Ost Airline Maschine dort im echten tiefen Anflug darauf zu, sah.
Aber weiter, aus mangelnder Zeit, flog ich denn doch gleich mal das Paket in seiner Endform, wie angedacht, mit dem Outrage 3700 und wärmte den Kokam 4000 in meiner Brusttasche.
Selbst kennt man sich ja nicht so gut wie die anderen Leut, bloß da kam ich mir doch leicht euphorisch vor und muß doch für den armen Hans später dann am Telefon, etwas aufgedreht gewirkt haben, weil er meinte ich hätt 10min Hurraaaa geschrieen.
Na jedenfalls, die ersten Minuten des Fluges hat ich da nicht so ein Gefühl, nicht wissend wo man damit Drehzahl hingelangt is, oder wo die Regleröffnung zu stehen hat, der Hubi am Boden stehen und sich schüttelnd wie ein nasser Hund, was auch nicht viel besser wurd durchs Abheben, fühlte ich nicht wirklich die Leichtigkeit des Seins, welches wir Alten, meist ordentlich beladen, ja eh meist nur aus Vergangenen kennen.
Also runter zum Spurlauf einstellen, bloß so nen Leichten mit so ner Drehzahl landen war nicht, zu steife Finger schon nach ein paar Minuten im Freien, also Power aus und so runter, das Auslaufen schaute garstiger aus als das Hochtouren, klar doch weil eh wie immer hab ich die Dämpfung am Kopf eher Schraubstock mäßig zusammengepresst hart am E9 geflogen, wovon der doch leichtere Kopf stammte, dies is nicht gerade förderlich bei niedrigen Drehzahlen Schwingungen zu vermeiden.
Jetzt dacht ich mir so das ich doch hoffentlich die richtige Richtung treff sonst wird es denn doch vielleicht noch mehr schwingen beim Auslaufen, wenn ich in die falsche Richtung dreh. Aber nö, richtige Richtung getroffen.
Jo also die Schwingungen waren den weg und es ging den zur Sach, wobei mein erster Gedanke war, ich hab das Blatt im Wind, steuerbar, in Form eines Big-E Schraubers gebaut.
Leistung is, "paasssst", manche nennen es brutal, aber die sollten den Suzi-Hans den dann mal mit einen Kraftlackel wie den Pyro oder Scorpion 4035, anstatt des doch kleineren Plettenberg 30/12 HE sehen.
Es war zwar schon mehr als dämmrig draußen, doch einen kleinen etwas mehr in der Nähe geflogenen Hick Hack hab ich mir dann mit dem Kokam 4000 auch noch gegeben, Spaß pur trotz klirrend kalt.
Nach dem Fliegen ging es denn auf die Post zum Wiegen, weil ich denn doch wirklich wissen wollte was jetzt Sache is.
Die Waagen dort bekundeten 3720g mit dem 19g Blatthalter inklusive 12S Outrage 3700 Akku. Dies war denn doch unter meiner Erwartung und mein Staunen nicht schlecht.
Angeblich wär ich dann leicht euphorisch gewesen, bei dem besagten Telefonat mit dem Hans und hätt 10min Hurraaa geschrieen. Ne ne reifere Männer machen doch so etwas nicht, auch dann nicht wenn ein lang gehegter Traum vom Blatt im Wind wirklich wird.